Tradionsturniere

Was ist Traditionsfahren?
Über Jahrhunderte hinweg war das Pferd vor der Kutsche für unsere Vorfahren von grosser Bedeutung. Nicht nur um sich fortzubewegen und zu reisen, sondern auch um zu sehen und gesehen zu werden.
Das Gespannfahren in der heutigen Welt hat sich verändert. Moderne Werkstoffe und High-Tech werden eingesetzt und das Fahren ist zu einem Hochleistungs-Sport geworden.
Die Pferdebegeisterten, die sich dem Traditionsfahren verschrieben haben, möchten die Einheit „Kutsche, Pferde und Anspannung“, so wie sie in seiner Hochblüte um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert gepflegt wurde, als Kulturgut erhalten. Ein Wettkampf ist die ideale Gelegenheit um die Gespanne einem Publikum vorzustellen.

 Was ist ein Traditions-Fahrturnier?
Traditionsfahrturnier besteht in der Regel aus drei Teilen: einer Präsentation, einer Geländestrecke (Ausfahrt)  und einem Hindernisparcours. 

Präsentation
Die Gespanne präsentieren sich der Reihe nach vor zwei bis drei Richtern. Diese bewerten die Gespanne nach den Regeln der Tradition, der Eleganz, des Zusammenpassens sowie der Sauberkeit. Es werden die Wagen, die Pferde, die Geschirre, die Mitfahrer und das Gesamtbild gewertet, wobei die verschiedenen Elemente unterschiedlich gewichtet werden.

Geländestrecke
Diese Besteht aus einer ca. 15-km-Fahrt über Strassen und Feldwege. Dabei muss eine durchschnittliche Geschwindigkeit eingehalten werden, in der Regel 11 oder 12 km/h, was einem nicht allzu schnellen Trab entspricht. Unterwegs sind 4-5 Geschicklichkeits-Hindernisse zu bewältigen. Diese Hindernisse sind Situationen nachempfunden, wie sie Kutscher zur Zeit der Hochblüte des Kutschenwesens um 1900 erlebten: Wenden in engen Gassen, rückwärts Einparkieren eines Wagens in der Remise, ein Glas aufnehmen, austrinken und wieder absetzen, einhändige eine Volte fahren, etc. Fehler an diesen Hindernissen und Über- oder Unterschreiten der Geschwindigkeit wird mit Strafpunkten bewertet.

Hindernisparcours
Der Parcours besteht aus. 15-20 Kegelhindernissen die in einer bestimmten Reihen­folge zu durchfahren sind. Jedes Hindernis besteht aus zwei Kegeln mit aufgesetzten Bällchen die herunterfallen, wenn man sie touchiert, was zu Strafpunkten führt. Die zu fahrende Geschwindigkeit ist 200 m/min. Der Abstand der Kegel entspricht der Spurbreite des Wagens zuzüglich 30 cm, sodass ein Fahrer sehr präzise fahren muss, wenn er keine fallenden Bällchen in Kauf nehmen will.

Rangierung
Gewonnen hat das Gespann, das zusammengerechnet am wenigsten Fehlerpunkte erreicht hat.